Die Kobra, im Yoga Bhujangasana genannt, ist eine der bekanntesten Grundhaltungen im Hatha Yoga. Sie stärkt deine Rückenmuskulatur, öffnet den Brustraum und schenkt dir neue Energie.
Besonders für Frauen, die viel sitzen oder Verspannungen im oberen Rücken spüren, ist die Kobra eine wunderbare, aktivierende Übung – auch für Anfängerinnen im Curvy Yoga bestens geeignet.
Was ist die Kobra im Yoga?
Der Name dieser Asana leitet sich vom Bild einer aufgerichteten Schlange ab – kraftvoll, wachsam und zugleich geschmeidig. Im Yoga symbolisiert die Kobra Offenheit, Mut und innere Stärke.
In der klassischen Variante hebt sich der Oberkörper anmutig vom Boden ab, während das Becken stabil bleibt. Diese Rückbeuge aktiviert die gesamte Körpervorderseite, stärkt den Rücken und öffnet das Herz.
Im Curvy Yoga steht dabei immer im Mittelpunkt, den Körper zu respektieren und die Haltung an die eigene Anatomie anzupassen. Es ist keine Frage der Flexibilität, sondern der Achtsamkeit.
Die Wirkung von Bhujangasana – Aktivierend, stärkend und befreiend
Die Kobra hat eine Vielzahl an Wirkungen für Körper und Geist und gehört daher für mich in jede Yogastunde.
Körperliche Wirkung:
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Kräftigt deine Rücken- und Schultermuskeln.
- Öffnet den Brustkorb und vertieft deine Atmung.
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Durch den sanften Druck auf den Bauch werden deine Verdauung und der Stoffwechsel angeregt.
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Deine innere Organe wie Leber, Nieren und Darm werden massiert.
- Dein Hüftbeuger wird sanft gedehnt – eine schöne Gegenbewegung, wenn du den ganzen Tag sitzt.
- Die Kobra fördert eine aufrechte Haltung und kann Rückenschmerzen vorbeugen.
Geistige Wirkung:
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Hebt die Stimmung und fördert innere Ruhe.
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Löst Ängste und stärkt das Selbstvertrauen.
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Bewirkt geistige Klarheit und Konzentration – ideal für einen energiegeladenen Start in den Tag.
Die Kombination aus Kraft, Öffnung und Atmung macht Bhujangasana zu einer Haltung, die Körper und Geist gleichermaßen belebt.
Kobra Yoga Anleitung – Schritt-für-Schritt für Anfängerinnen
1. Ausgangsposition:
Lege dich in Bauchlage auf deine Yogamatte. Die Stirn ruht leicht auf dem Boden.
2. Hände positionieren:
Platziere deine Hände direkt unter den Schultern. Die Ellbogen liegen eng am Körper. Achte darauf, dass deine Fingerspitzen nicht über deine Schultern hinaus zeigen.
3. Aktivierte Basis:
Drücke dein Schambein sanft in die Matte, damit dein unterer Rücken geschützt bleibt. Spanne leicht Gesäß und Beine an.
4. Hebe den Oberkörper:
Beim Einatmen hebe dich langsam – mit der Kraft deiner Rückenmuskulatur – nach oben. Kopf und Brust verlassen die Matte, deine Schultern rollen sanft nach hinten unten, die Ellbogen bleiben leicht gebeugt.
5. Atme bewusst:
Halte die Position für einige Atemzüge. Genieße mit jeder Einatmung die Weite im Brustkorb und mit jeder Ausatmung das Gefühl von Erdung.
Wenn du dich mehr fordern möchtest, löse die Hände von der Matte und halte dich nur mit der Kraft deiner Rückenmuskulatur. Vergiss hierbei nicht, weiter zu atmen 😉
Kobra für Anfängerinnen – achtsam und stärkend
Als Anfängerin darfst du dich behutsam an die Haltung herantasten. Es geht nicht darum, wie hoch du dich aufrichtest, sondern wie bewusst du dich bewegst.
Halte deine Atmung ruhig und gleichmäßig, und beobachte, wie Kraft und Weite sich mit jeder Übungseinheit entwickeln.
Wenn du viel am Schreibtisch sitzt, ist die Kobra eine ideale Gegenhaltung zu der meist nach vorn geneigten Sitzhaltung. Sie öffnet die Schultern, aktiviert den Herzraum und bringt dich wieder in deine natürliche Aufrichtung. Weiterhin dehnt sie sanft deinen Hüftbeuger – der Muskel, der deinen Oberkörper mit den Oberschenkeln verbindet und dir das Gehen ermöglicht.
Kontraindikationen – Wann du die Kobra lieber auslässt
Die Kobra sollte nicht geübt werden bei:
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akuten Bandscheibenvorfällen oder starken Rückenbeschwerden
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Magengeschwüren oder akuten Darmentzündungen
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ausgeprägter Schilddrüsenüberfunktion
Bei gesundheitlichen Bedenken sprich immer mit deinem Arzt, bevor du übst.
Videoanleitung: Kobra Yoga im Curvy Yoga-Stil
Wenn du die Kobra direkt ausprobieren möchtest, findest du auf meinem YouTube-Kanal eine achtsame Anleitung speziell für Curvy Yoginis.
Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du die Haltung sicher und angenehm für deinen Körper aufbaust.
Fazit – Stärke, Offenheit und Leichtigkeit
Die Kobra im Yoga schenkt dir Energie, öffnet dein Herz und fördert deine innere Balance. Diese Asana erinnert uns daran, dass wahre Stärke aus Achtsamkeit entsteht – nicht aus Ehrgeiz.
Übe regelmäßig und beobachte, wie dein Rücken kräftiger, dein Atem freier und dein Herz weiter wird.
Was fühlt sich für dich in der Kobra besonders schön an? Teile deine Erfahrung gern in den Kommentaren!
Liebe Grüße
Melli
Mentorin für Curvy Yoga und Selbstliebe
PS: Weitere Yoga-Übungen aus dem Curvy Yoga findest du in meinem asana-Lexikon. Hier stelle ich dir die Übungen und ihre Wirkungen vor und leite dich in einem kurzen Video an.
Wenn du Fragen hast, schreib gern einen Kommentar unter diesen Beitrag oder schreib mir persönlich.



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